All Posts Filed in ‘Charity

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Lieblingsgut – frischer Wind auf der Designmesse

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„Ach Lara, du brauchst keine Stadtführung machen. Ich war ja schon mal in Hamburg! Zeig mir doch sonst einfach die Insider und deine Lieblingsecken und dann gehen wir das ganz entspannt an!“, antwortete Miron auf meine Frage, was er denn in Hamburg  machen wolle. Insider also. Lieblingsecken. Augenblicklich begann es in meinem Kopf zu rattern. Was könnte ich mit ihm machen (außer Schoppen – das geht ja bekanntlich immer), was ihn nicht langweilen würde? Natürlich sollte es etwas besonderes sein, aber auch nicht zu übertrieben. Ich wollte ihm etwas von Hamburg zeigen, aber nicht den Touristenführer machen. Und ehe ich mich versah, befand ich mich mitten in einem Schlachtfeld, auf dem sich meine Ideen und Ansprüche niedermetzelten.

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Flash back – Die Nutella Diskussion

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Dort lagen wir nun bei den Cayos Holandés im Gebiet der Kuna Indianer. Um uns herum schillerte das türkisblaue Wasser, während Amelie mit zitternden Händen ihr Referat begann. Ich erinnere mich noch daran, als wäre es gestern gewesen, wie aufgeregt sie war. Doch die Sonne wollte einfach nicht aufhören zu scheinen und bei dieser Kulisse konnte das Referat über die indigene Bevölkerung Panamas doch gar nicht anders, als gut werden oder? Die Wahrheit ist, dass es nicht einfach nur gut war. Es ging tief unter die Haut. Amelie hielt zum Einstieg einfach nur ein Nutella-Glas hoch und stellte uns eine Frage. „Was hat dieses Nutella-Glas mit der indigenen Bevölkerung Panamas zu tun?“

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Das Müllparadies

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An jenem Morgen wachten wir im Paradies auf. In trockenen Hängematten. Und als wir uns umsahen, erstreckte sich vor uns ein riesiges Feld von Müll. Plastikflaschen. Styropor. Schuhe. Deos. Autoreifen. Alles aus nicht biologisch abbaubaren Stoffen und alles angespült von der karibischen See. Wir sind auf unserem Schiff Teil eines Müllprojektes, das an deutschen und südamerikanischen Küsten den Plastikmüll untersucht, um zu erforschen wie schlimm es um die Verschmutzung der Meere steht. Deshalb wollten wir auch auf dieser Küste verschiedene Strandabschnitte untersuchen. Dafür unterteilten wir uns in kleine Gruppen und untersuchten jeweils drei Felder, die 3×3 m groß waren.

Als wir in unserem ersten Abschnitt im Spülsaum sammelten, stellten wir fest, dass hier kaum Plastik zu finden war. Auch an der Flutkante war unser Plastikbeutel nur halb gefüllt. Doch dann kamen wir ins Landesinnere und hier reichte unser Müllsack nicht. Wir mussten uns noch einen doppelt so großen holen und selbst dieser war am Ende kaum noch verschließbar.

Das hat zumindest mich wirklich schockiert. Auf so einer Fläche findet man so viel Abfall vor, der wirklich schwerwiegende Probleme mit sich bringt. Denn das Problem bei Plastik ist, dass es mehrere hundert Jahre benötigt bis es zersetzt wird. Und deshalb treibt es Ewigkeiten auf dem Meer. So haben sich auf dem Pazifik und wahrscheinlich auch in der Karibik riesige Müllstrudel gebildet, die zahlreiche Probleme für die Umwelt und Tierwelt, aber auch für uns Menschen mit sich bringt.

Viele Vögel verwechseln das zerkleinerte Plastik zum Beispiel mit Nahrung und fressen dieses. Da es allerdings unverdaulich ist, füllt das Plastik den Magen und der Vogel verhungert mit vollem Bauch. Häufig filtrieren Muscheln Mikroplastik aus dem Wasser und so wird dieses in ihrem Organismus abgelagert, da dieses Plastik so stark zerkleinert ist, dass es eine Größe von Plankton besitzt. So gelangt es allerdings nicht nur in ihren Körper, sondern auch in die Nahrungskette. Das Problem hierbei ist nur, dass sich das enthaltene Gift im Plastik immer weiter intensiviert, je öfter es verdaut wird. Wenn es also am Ende der Nahrungskette angelangt ist, kann es sogar krankheitserregend wirken. Häufig steht aber der Mensch durch den Fischkonsum am Ende dieser Nahrungskette und deshalb gelangen diese Giftstoffe auch in unser Blut. Nicht gut!

Um dem Ganzen wenigstens ein bisschen entgegen zu wirken, haben wir anschließend noch Müll großflächig gesammelt. Die Kunas, die auf den Inseln lebten, hatten nämlich kein Geld für die Übernachtung verlangt. Stattdessen baten Sie uns ein bisschen Müll zu sammeln, weil es für sie schwer war diesen zu entsorgen. Wie sollten sie auch zu einer Müllkippe gelangen? Sie leben ja auf größtenteils unbewohnten Inseln. Deshalb war ihr einziger Wunsch, dass wir dazu beitrugen ihre Mutter Natur zu retten. Und wir taten wirklich unser bestes. Aber nach knapp einer halben Stunde hatten wir bereits so viel gesammelt, dass unser Dinghi komplett überfüllt war. Wir konnten einfach nicht mehr mitnehmen. Und es tut mir wirklich weh, die Insel noch so verdreckt zu hinterlassen. Denn letztendlich war die Aktion eher eine symbolische Geste. Die Problematik reicht nämlich viel tiefer und mit ein bisschen Müll sammeln ist keine Lösung gefundenen.

Mich hat an unserer Aktion eher etwas anderes beeindruckt. Nämlich die Einstellung der Kunas. Sie zeigten uns durch ihre Sicht einfach, dass sich nicht alles durch Geld kaufen lässt. Manche Dinge sind unbezahlbar und häufig viel wertvoller, als käufliche Gegenstände.

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Fashion Show for Gender Equality

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08. September – 4 Monate der Planung, 1 Monat des Wahnsinns und eine Woche kurz vorm Burnout später nach meiner ach so reizenden Idee. Sich zu überlegen eine Benefizmodenschau zu veranstalten um Spenden zu sammeln dauert 5 Minuten. Eine Ankündigung zu verfassen eine halbe Stunde. Und bei der Vorbereitung hat man dann den Salat. Nach dem Stichwort gesagt, getan läuft das nämlich nicht ganz. In einer Modenschau steckt viel mehr Arbeit, als man so denkt. Und ich war nicht nur einmal kurz davor alles hinzuschmeißen, vor allem als 3 Nadeln innerhalb von 15 Minuten gebrochen sind stand ich den Tränen nah. Aber zum Glück hatte ich eine tolle Unterstützung von Freunden und Familien und so haben wir es schließlich am Ende geschafft 620 Euro und 53 Cent einzunehmen.

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Inspiration: Emma Watson

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Es gibt keine passendere Person, die Belle in der Neuverfilmung von „Die Schöne und das Biest“ spielen könnte. Und zwar deshalb, weil Emma nicht nur ein schönes Gesicht hat wie die meisten Hollywoodstars, sondern weil sie ihren Ruhm für wirklich schöne Dinge nutzt. Das Gewicht ihrer Stimme, das bei berühmten Personen natürlich sehr groß ist, nutzt sie, um für eine bessere Welt zu kämpfen. Und das finde ich so bewundernswert an ihr. Aaaah was würde ich dafür geben sie als meine große Schwester zu haben :)

Durch sie bin ich auch unter anderem auf die Idee gekommen eine Benefizmodenschau zu veranstalten …

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Equality // ♀♁♂ // Equality

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Ohne TitelWusstet ihr, dass weltweit jede 3 Frau bereits physische, sexuelle oder auch psychische Gewalt durch Familie oder ihren Freund/Ehemann erlitt? Ich wusste es bis vor kurzem nicht und es hat mich geschockt. Vor allem als ich mal meine Klasse mit 15 Mädchen als Beispiel genommen habe. Das würde bedeuten, dass 5 Mädchen bereits vergewaltigt, geschlagen oder diskriminiert wurde. Von ihrer Familie und ihren Liebsten! Den Menschen, denen man am meisten Vertrauen können sollte! Weit verbreitet ist der Irrtum, dass es so etwas in Deutschland nicht gibt. Ja, diese Zahl bezieht sich nicht auf Deutschland. Und ja, hier ist Gewalt gegen Frauen seltener. Und natürlich gehören wir zu den 1/3 der Länder weltweit, in denen häusliche Gewalt bestraft wird, und die Täter nicht ungestraft davon kommen, wie in den anderen Ländern. Und dennoch ist hier in Deutschland jede vierte Frau bereits geschlagen, vergewaltigt oder diskriminiert worden. Dann würden aus den 5 Mädchen nur noch 3,75 Mädchen werden. Und trotzdem sind das zu VIELE! . Eine weitere Studie hat ergeben, dass rund jedes zweite weibliche Mordopfer von der Familie oder dem Partner ermordet wurde. Wohingegen nur jeder zwanzigste ermordete Mann unter diesen Umständen starb. Der Fakt, dass 98% aller Opfer von Menschenhandel und gezwungener, sexueller Ausbeutung Frauen sind, verdeutlicht ebenfalls dieses Ungleichgewicht. Und dagegen möchte ich vorgehen. UNBEDINGT! Was ist mit euch?