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Blondies on Tour: Day 3 – Oudtshoorn/Baviaans Kloof

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Komplett müde und ausgelaugt liege ich nun auf meinem Bett, um mit letzter Kraft den heutigen Blogpost zu verfassen. Vielleicht schreibe ich auch gerade an diesem Beitrag, um noch ein bisschen länger auf dem Bett kuscheln zu können, den Weg bis zur Dusche noch ein wenig vor mir herzuschieben.

Ein laaanger Weg. Damit könnte man eigentlich den gesamten Tag zusammenfassen. Denn heute wurden wir tatsächlich zu richtigen Abenteurern – zumindest fühlten wir uns so – als wir uns auf den Weg von Oudtshoorn bis in die Baviaans Kloof Berge machten. Zugegeben diese liegen eigentlich nur 160 Kilometer entfernt. Dennoch brauchten wir über drei Stunden, um diese Strecke schlussendlich hinter uns zu bringen. Und das lag dieses Mal tatsächlich nicht einmal an meinen Fahrkünsten. Schuld war viel mehr die Schotterpiste, welche sich zwischen den roten Bergen und Schluchten hindurch schlängelte. Die einzige Zufahrt zu unserer nächsten Unterkunft.

Doch bevor ich es nun in der Aufregung über diesen Ritt und unsere Begegnungen am Wegesrand vergesse, beginnen wir einmal am Anfang dieses ereignisreichen Tages. Wir saßen nämlich tatsächlich nicht den ganzen Tag im Auto (auch wenn es sich so angefühlt hat). Nein. Heute war eben auch der Tag, an dem wir die berühmten Cango Caves besichtigten. Dank Annes Empfehlung und einem Discount-Voucher unserer Unterkunft entschieden wir uns nicht nur für die Adventure-Tour, sondern bekamen diese sogar vergünstigt. Zum Glück hatte Becci ihre praktischen Abenteurer-Hosen an (mit Reisverschlüssen an den Hosentaschen!), Noa sich gegen den Wollschal und für die Go-Pro entschieden und ich war ebenfalls so bereit wie man es eben sein kann, um durch enge Gänge und Tunnel zu schliddern, zu krabbeln und zu kriechen. Nachdem wir nämlich die enormen Grotten mit den wunderschönen Gesteinsformationen hinter uns gelassen hatten und 1,2 Kilometer von der rettenden Erdoberfläche entfernt waren wurde es wirklich ein bisschen kuschelig.

Wie genau man diese Formation jetzt nennt, weiß ich jetzt auch nicht (ein bisschen von allem ist es wohl)

Das Highlight der Tour war wohl, als wir durch einen kleinen Spalt in der Wand auf allen vieren Robben mussten und anschließend auf dem Bauch einen kleinen Abhang hinunter rutschen mussten. Mehr oder weniger elegant mit dem Kopf voran. Ich fühlte mich wie eine Meerjungfrau, doch als ich mir die hilflosen Versuche der anderen beiden danach anguckte (und natürlich mit der Kamera dokumentierte) wurde mir bewusst, dass die Ähnlichkeit zu einem Walross wohl größer gewesen sein musste. Wobei das wohl nicht durch einen 27 cm großen Spalt gepasst hätte.

Frisch gebackene Höhlenforscher und Überlebende der Adventure Tour

Nach diesem kleinen Ausflug jedenfalls machten wir uns auf den Weg zu unserer neuen Unterkunft. Eine Lodge gelegen mitten in einem Naturreservat. So romantisch das auch klingt, so beängstigend war der Weg dorthin auch. Vermutlich lag es daran, dass wir die letzten 50 Kilometer nicht etwa auf einer asphaltierten Straße zurück legten. Nein die Straße wollte unsere gute Polly ein wenig fordern. Hier und da ein paar Schlaglöcher, ab und zu eine kleiner Bach, den es zu überqueren galt und zu guter ein bisschen Waschbrett als Oberfläche. So kam es auch, dass der wohl häufigste Satz, den wir an diesem Tag hören würden, das ständige Nachfragen von Noa war: „Sind wir auch Unterboden versichert?“ So genau wussten wir das natürlich auch nicht, ob das in unsere Vollversicherung nun gerade mit inbegriffen war. Aber wirklich genutzt hätte es auch nichts, denn selbst wenn wir umgedreht wären, hätten wir die Schlaglöcher und Steine ein zweites Mal überfahren müssen. Abgesehen davon, dass wir dann nicht wussten, wo wir schlafen sollten. Also wurde einfach blind und orientierungslos der Straße gefolgt. Tatsächliche war nämlich der zweithäufigste Satz des Tages das sich wiederholende Echo von Polly „No GPS Signal“. Doch glücklicher Weise führen nicht nur alle Wege nach Rom, sondern anscheinend auch nur ein einziger in die Duiwekloof Lodge, weshalb wir schlussendlich doch ankamen.

Und was soll ich sagen? DER WEG HAT SICH GELOHNT. Gelegen in einer Schlucht, die auch der Schauplatz eines Winnetou-Films hätte sein können. Ein Pool aus Bergwasser. Und ein super süßer Husky, den wir spontan Schnuffi tauchten (wir wussten nicht, ob Hündin oder Rüde und brauchten etwas universales). Nur das mit dem Strom war schon wieder kritisch. Es gab zwar welchen, aber irgendwie hatten die Steckdosen einen wieder anderen Anschluss als das restliche Südafrika. Unsere Adapter passten also nicht. Was ich jetzt also gerade geschrieben habe, steht also momentan noch auf einem Blatt Papier. Richtig old school. Das werde ich dann später noch abtippen müssen, um es posten zu können.

Und in jedem Moment könnte sich ein Cowboy hinter dem Busch heraus rollen

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