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New York – Von Déjà-vus und realen Träumen

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New York. Ein Ort, den jeder kennt. Zumindest die Skyline aus einer Krimiserie, oder einem Film, oder einfach einem Bild. Und das macht eben auch irgendwie den Charme aus, wenn man dann tatsächlich in New York ist. Ständig kommt einem etwas bekannt vor und man hat das Gefühl ein Déjà-vu zu erleben oder zumindest durch die Augen eines anderen zu schauen. Aber eben dieses Gefühl sorgt auch für gewisse Erwartungen. Wenn man dann eben an genau den Orten steht , die man irgendwie schon so oft gesehen hat, dann beginnt es sich auf einmal surreal anzufühlen. Nach dem Motto: Letztes Mal als ich das Empire Hotel gesehen habe, hat aber die Sonne geschienen. Kann ich das reklamieren? Nein das kann man nicht, aber versuchen sich von seinen Erwartungen und Vorstellungen zu lösen und sich einfach mal von der Stadt überraschen zu lassen. Darum geht es doch beim Reisen oder? Dass man am Ende des Tages komplett woanders steht, als man es erwartet hatte. Dass man immer wieder aufs neue von seinen Eindrücken überrumpelt wurde. Und dass man ständig von der Wirklichkeit überrascht wird.

Überrumpelt wurden wir bereits zu beginn des Urlaubs, als wir aus dem Flieger stiegen und uns wunderten, ob wir im Kreis geflogen sind. Denn mit diesem fiesen Nieselregen hatten

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Ein Selfie von J.P.

wir nun wirklich nicht gerechnet. Deshalb beschlossen wir, dass es vielleicht doch nicht so eine schlechte Idee wäre eine Stadtrundfahrt auf einem der Hop-On Hop-off Bus zu machen.
Nun meine Eltern beschlossen das. Allerdings musste ich ihnen nach ein paar Minuten Überwindung recht geben, denn spätestens als unser Guide J.P. für mich ein Selfie vor dem Empire Hotel gemacht hat, war auch ich begeistert.
Wir haben mit Big Bus und dem New York Pass die Uptown Tour gemacht und konnten so in der Upper West Side John Lennons Haus begutachten, bekamen Tipps, wo es das beste Soulfood in Harlem gibt und fuhren schließlich auf der Fifth Avenue am Museum of the City vorbei (für alle gleichgesinnten Gossip Girl Fans: St. Constance School for Girls bzw. St. Judes School for Boys).

Schließlich sind wir dann beim Guggenheim Museum ausgestiegen, was ebenfalls in unserem Pass mit drin war. Eigentlich konnten wir damit so ziemlich in alle Museen und Sights hinein ohne etwas noch etwas bezahlen zu müssen und mit einem Fast Lane Angebot. Das ist vor allem bei beliebten Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel dem MoMa von großem Vorteil. Aber Achtung an dieser Stelle: Dort könnte man auf schwarze Räume, in denen Installationen zu bewundern sind, stoßen. Achtet beim Verlassen des Raumes darauf, wo ihr hingeht. Ich bin nämlich prompt in eine der schwarzen Wände gelaufen und habe mich für den Rest des New York Aufenthalts über meine tolle Beule auf der Stirn gefreut. Aber ich schweife ab …

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Spotted: Me at Grand Central

Während wir also auf der Upper East Side ausgestiegen sind, habe ich meine Familie dazu genötigt, unsere ganz eigene Gossip Girl Tour gemacht. Nach einer kleinen Selfie Session auf den Met-Steps, wo Blair und ihre Minions immer ihren Frozen Joghurt genossen haben, haben wir einen Abstecher zu Blair Waldorfs Penthouse, das ebenfalls auf der Fifth Avenue gelegen ist (Nummer 1136) gemacht und uns schlussendlich für die Anstrengungen mit ein paar Macarons von Ladurée auf der Madison Avenue belohnt.

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Und das war mein ganzer halber Gossip Girl Tag. Es ist einfach unglaublich wie viel man über diese Stadt erzählen kann. Ich könnte noch Stunden damit verbringen von dem unglaublich leckeren Frozen Joghurt im Keller des Plaza zu schwärmen (die besten Sorten sind Pumpkin Spice und Cake Batter!), oder davon zu erzählen, wie schön (kalt) die Fahrradtouren durch den Central Park und den Hudson River hinunter waren. Ebenso könnte ich mich immer noch kaputt lachen bei dem bloßen Gedanken an den Tourguide ohne Hals mit zwei Kinnen und dem komischen Lachen. Aber ich denke das über springe ich, um gleich zu den Dos and Don’ts zu kommen.

DO: Die Highline in Chelsea ist wirklich ein Besuch wert und eine tolle Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang nach dem Essen auf dem Chelsea Market.

DON’T: Kommt nicht auf die Idee (zumindest wenn ihr schnell von A nach B kommen wollt) die Wege um den Times Square zu benutzen. Wir haben ziemlich zentral gewohnt und eben dort in der Nähe und waren sehr schnell genervt von der ganze Reklame. Ein Tourguide hat ebenfalls sehr begeistert von diesem Spot geschwärmt. Der beste Ort für Touris um Fotos von Touris zu machen!

DO: Beide Fahrradtouren, die wir gemacht haben, waren wirklich eine tolle Möglichkeit, um viel zu sehen und sich dabei ein bisschen freuen zu bewegen. Zumindest auf den Fahrradwegen kann man es für kurze Zeit genießen nicht Teil einer Menschenmenge zu sein und selbst das Tempo vorzugeben.

DON’T: Während wir in New York waren haben wir nahezu verzweifelt nach dem perfekten Abtanzballkleid für meine Schwester gesucht. Und während wir von Laden zu Laden wanderten, hielt uns bei jedem gescheiterten Kleid der Gedanke an das riesige Kaufhaus Macy’s bei Laune. Schließlich betraten wir auch voller Hoffnung diesen Laden und wir wurden bitter enttäuscht. Er war zwar groß und auch das Erdgeschoss glitzerte noch wie im Alsterhaus, aber sobald man sich auf den schäbigen Rolltreppen aufwärts bewegte, wurde einem klar, dass es dort zwar viele Klamotten gab, aber das die Masse diese auch nicht schöner machte. Zumindest die Ballkleider waren eher ein Albtraum, wobei der Rest auch eher spießig aussah.

DO: Eine weitere Sehenswürdigkeit, die mich absolut überrascht hat! Wenn es nicht allzu

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Wenn man versucht neben Anna Wintour cool auszusehen …

überfüllt ist und ihr schnell hineinkommt, dann kann das Madame Tussauds wirklich Spaß machen. Eigentlich hatte ich nicht vor dort hinein zu gehen, aber da meine Schwester dort hin wollte, habe ich es am Ende doch genossen bei dem Selfie-Wahn mitzumachen. Gerade deshalb ist es aber wichtig, dass man sich nicht zwischen Menschenmengen durchkämpfen muss, um endlich das heiß ersehnte Foto zu schießen.

DON’T: Ursprünglich hatten wir überlegt mit dem Fahrrad über die Brooklyn Bridge zu fahren. Allerdings wird man damit keinesfalls mobiler, denn die zahlreichen Touristen und Romantiker interessiert die Linie der Bycicle Lane keinesfalls. Am Ende muss man das gute Stück dann sowieso schieben.

DO: Anstatt bei Macy’s schoppen zu gehen, wagt euch lieber nach Soho. Zwar findet man zumindest auf dem Broadway auch dort die üblichen Labels, aber vor allem in den Seitenstraßen kann man Schätzchen entdecken, die einen an die Läden in der Schanze erinnern. Eine Adresse, bei der man unbedingt vorbeischauen sollte, ist die Nummer 483 auf dem Broadway. Hinter den Fenstern, die mit bunten Einhörnern geschmückt sind, findet man dort ein Paradies aus kleinen Künstlerständen, die selbstgemachten Schmuck, glitzernde Statement-Clutches und Zero Waste Klamotten verkaufen.

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