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Von Shopaholic bis Capsule Wardrobe: Der Weg zum Traumkleiderschrank – Teil 1

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Wenn es beginnt unter deinen Füßen zu rascheln, der Sonnenaufgang Tag für Tag später zu bewundern ist und man plötzlich hohe Strümpfe anziehen muss, um in den Lieblingsröcken nicht zu frieren, dann merkt man, dass der Herbst anbricht. Und mit dem Wechsel der Jahreszeiten bricht auch eine neue Saison an. Die luftigen Sommerkleider und Off-Shoulder-Blusen werden durch Wollmäntel und kuschelige Schals ersetzt. Und natürlich hat auf einmal jeder einen Grund voller Freude in die Stadt zu fahren und los zu shoppen. Übereifrig werden die Portemonnaies geleert und die Schränke gefüllt bis sie überquellen. Kurze Zeit später stellt man fest, dass der TRAUMpulli doch nur in der Ecke liegt und der Samt Trend doch nicht so zu einem passt. Stattdessen hat man wieder nichts zum Anziehen und außerdem echt eine Hose zu wenig!

Doch das muss nicht so sein. Man muss nicht jedem Trend hinterher laufen, um Stil zu haben. Ebenso wenig braucht man den größten, vollsten Kleiderschrank, um morgens zu wissen, was man anziehen soll. Tatsächlich ist in diesem Fall weniger manchmal mehr. Das wusste auch schon die Pariserin. Denn der French Chic ist eigentlich das Vorbild jedes Capsule Kleiderschrankes. Deshalb wird dieser Blogposts der erste einer Reihe sein, in dem es darum geht seinen eigenen Stil zu finden, um sich tatsächlich glücklich zu kaufen und immer gut angezogen zu sein.

Wie immer wenn man etwas Bestimmtes verändern und weiterentwickeln will, sollte man sich zunächst zwei Dinge vergegenwärtigen, nämlich zum einen, was man überhaupt hat, und zum anderen, wo man denn hinmöchte. Setzt euch ein Ziel. Möchtet ihr eine ganze Capsule Wardrobe aufbauen? Einen Kleiderschrank bestehend aus nachhaltigen Klamotten? Euren Stil finden? Oder vielleicht einfach nur etwas Ordnung in euren Kleiderschrank bringen, sodass ihr morgens einfach wisst, was ihr anziehen wollt? Schreibt dieses Ziel auf einen Zettel, in ein Scrapbook, pinnt es euch an die Wand, oder kritzelt es auf ein Plakat. Dieses Ziel wird der Ausgangspunkt für alles weitere sein.

Nun kommt der anstrengende aber auch spaßige Teil. Es geht ans Ausmisten deines Kleiderschrankes. Dabei wird aber dieses Mal nicht einfach alles rausgeworfen, was alt und ranzig ist. Die Klamotten werden beim Aussortieren auf drei Haufen verteilt. Der eine ist für Klamotten, die eigentlich gar nicht so schlecht aussehen, aber die man zur Zeit einfach nicht anziehen mag, beziehungsweise jahreszeitenbedingt nicht anziehen kann. Dieser Schritt ist wichtig, damit man im Winter beispielsweise nicht ständig von seinen Sommerkleidern geblendet ist und am Ende doch versucht diese anzuziehen und dabei halb erfriert. Der zweite Haufen ist für Klamotten, die vielleicht nicht die schönsten sind, die man aber vielleicht noch gebrauchen könnte, wenn man sich mal wieder einsauen muss, beim streichen oder so. Das schützt euch vor allem davor, dass sollte irgendwann mal der Tag kommen und ihr braucht bequeme Klamotten, um beispielsweise in lehmigen Höhlen rum zu klettern (und dieser Tag kommt meistens früher,  als man denkt), dann muss man keine der geliebten Klamotten im eigentlichen Kleiderschrank versauen. Und dann gibt es da zu guter letzt noch den Haufen für die zu kleinen und unliebsamen Klamotten, die man schon seit Ewigkeiten in einen Alt-Kleider-Sack stopfen wollte, die ihr nun entweder auf dem nächsten Flohmarkt verkaufen oder dem Roten Kreuz geben könnt.

Nach dem Vorbild von Sex and the City

Nach dem Vorbild von Sex and the City

Falls ihr hierbei langsam kein Licht mehr am Ende des Tunnels sehen könnt, dann nehmt euch ein Beispiel an den Mädels aus Sex and the City und ladet eure liebsten Freundinnen zum gemeinsamen Kleider ausmisten mit Modenschau ein.

So weit so gut. Nun allerdings kommt es zum eigentlich viel schwierigerem Teil. Es geht daran seine Lieblingsteile in Key Pieces umzuwandeln. Zunächst macht man also einen weiteren Haufen für seine 10 Lieblingsteile. Und da das noch nicht schwer genug ist, entscheidet man sich daraus eben noch für die 5 Key Pieces. Hierfür bieten sich Dinge an, wie der Lieblingsmantel, den man überall hin trägt, ein personalisierter Pulli, die Lieblingsbluse und der Rock, der einen immer schöne Beine schummelt.

Aber warum ist es sinnvoll, sich freiwillig eine derartig schwierige Entscheidung aufzuzwingen? Damit es eben nicht mehr passiert, dass man sich im Laden Hals über Kopf in ein Teil verliebt und es natürlich ohne zu zögern kauft. Wenn man dann allerdings zuhause ist stellt sich dann heraus, dass der schrille Blümchenprint einfach zu nichts im Kleiderschrank passt. Und so liegt ein weiteres Teil irgendwo in den hinteren Ecken des Schrankes herum. Wenn man allerdings seine Key Pieces ausgewählt hat, dann kann man beginnen seinen Kleiderschrank eben um genau diese Teile, die man sowieso ständig trägt herum zu basteln. Mit einem solchen Kleiderschrank, bei dem alles miteinander kombinierbar ist, weil die Sachen aufeinander abgestimmt gekauft wurden, lässt es sich dann auch viel leichter leben. Also seid brutal und mistet aus, was ihr sowieso nicht mehr tragt und wagt es eure Key Pieces festzulegen.

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