Beitragsformat

Plastikmüll adè!

Kommentar verfassen

Es ist kein Geheimnis, dass viele Strände eher einem Müllparadies, als dem Urlaubsparadies ähneln. Oft schlägt dann ganz schnell die heitere Stimme in Empörung um. Und natürlich finden deshalb regelmäßig Müllsammelaktionen von Umweltvereinen wie z.B. Nabu statt. Allerdings ist vielen nicht bewusst, dass diese verschmutzen Strände nur ein Bruchteil der gesamten Verschmutzung der Meere darstellt. Denn derzeit sollen in etwa 270.000 Tonnen an Plastikmüll auf der Oberfläche der Weltmeere schwimmen, wie Forscher des 5 Gyres Institute in Monterey für eine Studie herausfanden (Vgl. welt.de). Doch auch diese Masse, die 38.500 Müllwagen füllen würde, umfasst noch nicht das gesamte Volumen. An der Oberfläche sollen nämlich nur bis zu 30% des Plastikmülls treiben. Die restlichen 70% befinden sich in tieferen Wasserschichten, in denen sie sämtliche Ökosysteme zerstören.

Doch was macht Plastikmüll eigentlich so gefährlich? Das Problem an Plastik ist, dass es biologisch nicht abbaubar ist. Das hat zur Folge, dass die Tonnen von Müll über Jahrzehnte hinweg in riesigen Müllstrudeln, wie der „Great Pacific Garbage Patch“, umhertreiben und dabei immer weiter zerkleinert wird. Am Ende dieses Zerkleinerungsprozesses wurde aus dem herkömmlichen Hausmüll das umso gefährlichere Mikroplastik, das von Mikroorganismen und kleineren Tieren für Plankton gehalten wird. Und so füllt sich der Magen der Fische Stück für Stück mit unverdaulichem Plastik. Dasselbe passiert bei Meeresvögeln, die daraufhin mit vollem Magen verhungern.

Das Problem an den Plastik-Algen ist aber nicht nur, dass sie sich nicht verdauen lassen, sondern viel mehr die zahlreichen Schadstoffe, wie zum Beispiel die giftigen Weichmacher. Diese werden so in der Nahrungskette angereichert. Während der erste Fisch mit der kleinen Dosierung noch überlebt, ernährt sich der nächste Jäger bereits von fünf der vergifteten Fische. Das geht immer so weiter, sodass die Konzentration der Schadstoffe bis hin zum oberen Ende der Nahrungskette so hoch ist, dass sie den Hormonhaushalt und das Erbgut der Tiere beschädigen. Ein weiterer Denkanstoß: Wer steht auch im marinen Nahrungsnetz an oberster Stelle? Der Mensch, der sich sozusagen selbst vergiftet.

Nun stellt sich also die Frage, was man dagegen tun kann, dass wir durch unsere Lebensweise das vielfältigste und größte Ökosystem auf der Welt gefährden. Deshalb habe ich hier ein paar ganz einfache Tipps herausgesucht, mit denen ihr schon einen guten Teil eures Mülls reduziert.

Hasta la Vista Plastiktüte
Das ist wohl das Offensichtliche, weshalb die Geschäfte mittlerweile auch Geld für diesen überflüssigen Müll verlangen. Deshalb nehmt diese Hilfestellung an und steckt in eure Handtasche einfach einen Jutebeutel oder eine andere Einkaufstasche ein und reduziert nicht nur euren Müll, sondern spart zusätzlich noch Geld.

2. Au Revoir Plastikverpackung in der Dusche

Ehrlich gesagt, war ich zunächst ziemlich skeptisch, als ich mir das feste Shampoo bei Lush gekauft habe. Wie sollte denn ein festes Stück meine Haare mit Feuchtigkeit versorgen? Und vor allem für wie lange hält denn so ein bisschen Shampoo? Und jetzt? Nun meine Haare locken sich fröhlicher denn je meinen Kopf herab und jedes Mal, wenn ich aus der Dusche komme, würde ich am liebsten anfangen meine eigenen Haare zu essen. Hinzu kommt, dass es wahrscheinlich das Shampoo ist, dass bei dem intensiven Gebrauch von meiner Schwester UND mir über drei Monate gehalten hat und es immer noch tut. Ebenfalls toll sind im übrigen die Conditioner, Badebomben und auch Handseifen. Man kann also den Plastikkonsum im Bad massiv reduzieren.

3. Goodbye Wattepads

Meine morgendliche Routine. Mein abendliches Ritual. Jeden Tag reinige ich mein Gesicht mit Gesichtswasser und schminke mich damit ab. Bis vor kurzem ist mir dabei nie aufgefallen, wie viele Wattepads und wie viel Müll ich damit eigentlich produziere. Hierbei handelt es sich zwar nicht direkt um Plastikmüll und dennoch ist es eine unnötige Quelle, die unseren Mülleimer im Bad regelmäßig zum überquellen bringt. Neulich habe ich bei einem kleinen Shopping-Trip dann waschbare Wattepads in dem süßen Naturkosmetik-Laden Mimulus entdeckt, der nahe der S-Bahn Station Sternschanze gelegen ist. Seitdem benutze ich eben diese Alternative und schmeiße einmal die Woche die gebrauchten Pads mit in die Waschmaschine. So einfach, so gut!

4. Arrivederci Coffee to Go Becher!

Keine Sorge. Hier muss keiner auf seinen morgendlichen Muntermacher bei Starbucks und Co. verzichten. Viel einfacher ist es doch, wenn man ohnehin weiß, dass man ohne den morgendlichen Kaffe den Tag nicht überstehen wird, seinen eigenen Thermosbecher mitzunehmen. In den Starbucks Coffeeshops gibt es ja mittlerweile schon Regale mit wiederverwendbaren Bechern, die man kaufen kann. Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass man das Personal in den Shops entlastet. Es ist ja auch echt überfordernd den Vornamen richtig auf die Becher zu schreiben :)

5. Auf nimmer Wiedersehen Frischhalte- und Alufolie!

Ich habe nie verstanden, warum Mitschüler ihre Brote in Alufolie verpackt mit in die Schule nehmen. Denn mal ehrlich, die silberne Verpackung sieht nicht wirklich „cooler“ aus als eine Brotdose! Und es ist erst recht überflüssig das Essen in einer Brotdose einzupacken. Es heißt ja auch Brotdose und nicht Aludose oder? Mit wiederverwendbaren Behältnissen kann man mittlerweile auch einkaufen gehen.

6. Hallo unverpackt Läden!

Mittlerweile öffnen aber auch immer mehr Läden in Hamburg, in denen man unverpackte Lebensmittel kaufen kann. Allerdings muss man für einen Einkauf dort ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen und eben auch Auto fahren, weshalb sich solche Touren eben nur dann lohnen, wenn man sowieso in dem betreffenden Stadtteil shoppen ist. Und dann ist es auch eher sinnvoll Produkte wie Nüsse, Hülsenfrüchte, Reis und so weiter zu kaufen, denn diese müssen nicht so regelmäßig besorgt werden und können gut in Vorratsgläsern aufbewahrt werden. Eine tolle Liste mit sämtlichen Läden kann man auf der Seite von Wasted Rebel nachlesen.

Leave a Reply

Required fields are marked *.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s