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Havanna – der Höhepunkt des Freilichtmuseums Kuba

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In Flipflops schlendere ich durch die Gassen von Havanna Vieja. Verträumt schaue ich die bröckelnden Fassaden der bunten Altbauten hinauf, die die enge Gasse säumen. In der Ferne ertönt kubanische Straßenmusik. Ups, fase wäre ich in ein Loch gestolpert, dass sich auf einmal vor mir in der Straße aufgetan hat. Wo ist denn Marie schon wieder hin? Ah das sieht ihr ähnlich. Natürlich habe ich sie beim Churroz-Stand verloren. Der letzte Tag in Kuba war wieder einmal der schönste. Natürlich haben wir erst ganz am Ende die schönsten Ecken Havannas entdeckt. Havanna Vieja ist noch romantischer als Paris. Ich war noch nie in einer Stadt, die gleichzeitig so lebendig ist und dabei so viel Geschichte atmet. An jeder Ecke findet man kleine Künstlerateliers und Läden, die Postkarten aus den 20-er Jahren verkaufen.

Die Stimmung ist ausgelassen wie nie. Nach drei Wochen kubanischen Essen und vier Monaten Thor-Essen, haben wir einen bezahlbaren Chinesen gefunden. Das Gefühl in diese knusprige Frühlingsrolle zu beißen ohne Angst haben zu müssen, dass man ihm ein paar Stunden auf unerfreuliche Weise noch einmal begegnet. Vielleicht klingt das jetzt in Deutschland ein bisschen komisch aber das war Freiheit!

Zusammen mit den Mädels lasse ich mich durch die Straßen treiben. Längst haben wir es aufgegeben und durch die wuseligen Touristenmärkte zu schlagen. Dort gibt es eh nur Che in allen Variationen. Stattdessen biegen wir ab in die kleineren Gassen. Dorthin, wo tatsächlich aus jeder Ecke Straßenmusik ertönt. Zwar bemerkt man, dass auch hier die Touristen nicht fern sind, aber was für Touristen. Die Rentnergruppen und übereifrigen Deutschen mit Reuseführer und Che-Guevara-Shirt wurden durch junge Männer mit Dreads und Studentinnen mit riesengroßen Sonnenbrillen abgelöst. Wir schlendern von Stand zu Stand und verlieben uns alle. In Havanna. In Havannas Kunst. In Havannas Vergangenheit. In Havannas Gegenwart.

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  1. Hallo Lara, danke für deinen Reisebericht! Man merkt richtig, wie es dir in Havanna gefallen hat. Habt ihr eine richtige Kuba Rundreise gemacht oder wart ihr nur in der Hauptstadt?

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    • Wir haben Kuba so kubanisch wie möglich erkundet. Gestartet sind wir in Maria la Gorda, denn von dort aus fuhren wir mit dem Fahrrad nach Pixar del Rio, um in der Frederic Engels Schule an einem Austausch teilzunehmen. Anschließend ging es weiter nach Viñales und wieder zurück für den Abschiedsabend in der Schule, und weil wir unsere Fahrräder noch spenden wollten. Von dort aus sind wir mit dem Bus nach Havanna gefahren, wo wir uns aufgeteilt haben und in Kleingruppenexpeditionen in verschiedene Regionen Kubas gefahren sind. Ich war mit meiner Gruppe in Santiago. Anschließend haben wir erst Havanna erkundet.

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