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Teneriffa – unser erster richtiger Stopp 

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Hier sind wir nun in Teneriffa. Einer Insel voller Kontraste. Auf nur wenigen Quadratkilometern befinden sich Strände, Landschaften die an die Sahara und den Mond gleichzeitig erinnern, gewaltige Kiefernwälder und ein Vulkan, der all das erschuf. Seit Montag bin ich nun hier und in diesen wenigen Tagen habe ich viel erlebt. Das reicht von Kellnern, die Touristen bescheißen, bis zu Grillpartys mit anderen Schulprojekten wie KUS. Aber beginnen wir ganz am Anfang. Montag. 07:45 in der Früh. Und irgendein kleiner Sadist namens Miron weckt mich mit der Frage, wie viele Stücke Bach komponiert hat. Ich habe es dennoch irgendwie aus dem Bett geschafft und erstmal ausgiebig gefrühstückt, denn für den Vormittag stand viel auf dem Programm. Wir mussten nämlich zum einen in den Hafen einlaufen und deshalb alle Segel Bergen und packen, aber auch unsere Kamnern Hafenfein herrichten, damit wir an Land durften. Das einlaufen war dabei noch das entspannteste vom ganzen. Wir wurden sogar von Delphinen in den Hafen gelotst. Die Teneriffer (oder wie man die Einwohner hier nennt) wissen einfach was gute Gastfreundschaft bedeutet. Aber dann ging es and packen des Großstängestagsegels. Das Problem hierbei ist, dass es für jedes Segel ein Bord eine bestimmte Technik gibt, wie man das Segel am besten packt. Außer für unseren ganz speziellen Freund. Da hilft nur eins: Rohe Gewalt und viel Ausdauer. Und so verbrachte ich fast zwei Stunden in der Höhe, während die Sonne auf mich herunter knallte, und verprügelte mit Emilia besagtes Segel. Am Ende hatten wir eine wunderschöne Wurst kreiert, die an moderne Kunst erinnert. Danach hatten wir uns unseren Landgang wirklich verdient. 

Und so stürmten wir in das erste Café um uns eine Eisschokolade zu gönnen und Internet zu schnorren, damit wir skypen konnten. Anschließend liefen wir noch durch die Läden und staunten nicht schlecht über das allgemeine Weihnachtsfieber in der Zivilisation. Abends gingen wir dann noch essen, wobei wir ein paar Schwierigkeiten mit dem Kellner hatten. Aber wenn ich jetzt anfange davon zu erzählen, dann kriege ich mich nicht mehr ein. Also lasse ich das lieber. Und ich erzähle lieber von meinem gestrigen Abenteuer. 

Denn da ging es endlich auf den Teide. Zwar fiel die geplante Übernachtung in einer Hütte auf der Spitze des Berges weg und somit die komplette Besteigung, aber ich bin dankbar für das was wir geschafft haben. Diese Aussicht auf die Wolken und das Meer, die unter uns lagen, war einfach atemberaubend. 

Abends waren wir dann auf der Regina Maris eingeladen, die das gleiche Projekt wie wir machen nur für niederländische Schüler. Ich kann sagen, dass ich trotz riesiger Messe und Nutella jeden Tag extrem froh bin bei KUS dabei zu sein. Ich meine keine Frage die Niederländer waren super nett, aber zu wissen wo man als nächstes hinsegelt wäre meiner Meinung nach schon von Vorteil.

Und heute? Ja heute hieß es dann arbeiten, arbeiten und nochmal arbeiten. Denn für die nächste Etappe musste noch das ganze Proviant eingelagert werden und unsere Liebe Thor möchte ja auch gepflegt werden. Außerdem würde ich ausgewählt einen Artikel für das kanarische Wochenblatt zu schreiben. Nach einem ersten Schreck, weil ich dachte, dass ich den Artikel auf Spanisch schreiben müsste, habe ich die Pausen von der Malerarbeiten mehr als nur genossen. Denn unter dem Rumgepinsel haben nicht nur meine Nerven gelitten, sondern auch meine Hände und Haare haben einen neuen Anstrich erhalten. 

Zusätzlich sind wir heute in unsere neuen Kammern gezogen. Das war vielleicht stressig. In einer Stunde mussten wir alles, was wir zuvor mit Müh und Not in unsere Unterkoje gestopft haben, wieder ausräumen um mit dem ganzen Spaß von vorne zu beginnen. Dafür habe ich jetzt aber mit Abstabd die coolste Kammer. Alena, Lena und Karlchen. Das wird eine Dauerpyjamaparty. 

Morgen ist dann unser letzter Tag an Land bevor es über den Atlantik geht. Das bedeutet für uns Süüüüüßigkeiten kaufen. Vor allem Spekulatius für Weihnachten. Nachmittags besuchen wir dann noch die Witwe von Thor Heyerdahl und besuchen das Museum über den Forscher und Namensgeber unseres Zuhauses. Das ist die Thor nämlich für mich geworden. Mein Zuhause. 

   
   

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