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Falmouth sin dinero y teléfono

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Fallmouth. Unser erster Landaufenthalt außerhalb von Deutschland. Ein Landaufenthalt in Cornwall. Ein Städtchen gelegen in einer wunderschönen Bucht an der Südküste Englands. Enge Straßen, in denen es nur so von verlockenden Cafés wimmelt, und es an jeder Ecke andere englische Spezialitäten zu kaufen gibt. Von den zahlreichen Vintageläden möchte ich gar nicht erst anfangen zu schwärmen. Und das Beste an der Sache? All diese Geschäfte hatten auch an einem Sonntag auf. Also stürmten wir in unseren Grüppchen in all diese Läden und konnten uns gar nicht satt sehen. Leider wurden wir dort auch ansonsten nicht satt, denn was keiner von uns bedacht hatte war der englische Pound. Also begannen wir in Cafés zu fragen, wo wir denn eine Wechselstube finden würden. Man sagte uns wir sollten im Reisebüro fragen, welches geschlossen war. Anschließend wurden wir zum Post Office geschickt – ebenfalls zu. Die Banken hatten am Sonntag auch ihren Service eingestellt und man konnte nur an die Geldautomaten, allerdings hatten wir keine Kreditkarten dabei. Selbst in Hotels und Supermärkten haben wir alles versucht, da diese Blueberry Muffins einfach zu gut aussahen. Alles vergeblich. Schließlich wurden wir so verzweifelt, dass wir uns fast an den Straßenrand gestellt hätten um zu singen. Betonung liegt zum Glück auf fast. Denn gerade als die Stimmung drohte zu kippen entdeckte Sophie einen Wegweiser, auf dem Strand geschrieben stand. Also marschierte eine Horde blauer KUS-Kapuzenpullis, die wir mittlerweile waren, am ersten November zum Strand.

Dort angekommen waren wir absolut überwältigt. Es wirkte einfach nicht wie Winter, als die Sonne langsam begann unterzugehen. Schließlich kamen ein paar von uns auf die Idee an der Küste auf einer Mauer zurück zum Hafen zu balancieren. Genauer gesagt Miron, Jonas, Sophie und ich. Die ersten Kilometer blieben wir auf der Mauer und wir kamen schnell voran, auch wenn meine Leggings ein wenig unter einem zickigem Dornenstrauch gelitten hat. Und dann entdeckten wir den vermutlich schönsten Ort aus ganz England. Unter einem gebogenem Baum der über die Steinmauer ragte, hatte irgendein Genie eine Holzbank mit Polstern eingebaut. Wir erreichten diese gerade, als die Sonne genau so am Himmel Stand, dass sie golden zwischen den Ästen hindurchschien.

Dann endete die Mauer, weshalb wir an der Schieferküste weiter kraxelten. Es war der Wahnsinn. Zwischendrin lagen kleine Buchten, in denen blaues Wasser schimmerte und die es locker mit ‚Maco island’ aus H20 – Plötzlich Meerjungfrau aufnehmen konnten. Just kidding. Jedenfalls war es eine sehr sehr sehr schöne Landschaft, auch wenn ich leider nicht ohne einen nassen Fuß davon gekommen habe, weil ich einen Stein verfehlt habe. Das war mal wieder typisch. An den Stellen, wo man wirklich klettern musste, habe ich mich nicht mal annähernd dreckig gemacht (okay ich gebe es ja zu … Das lag auch daran, dass die Jungs sich ein Beispiel an den englischen Gentlemen genommen haben und uns fleißig geholfen haben.) und an der einfachsten Stelle trete ich daneben. Nach ungefähr zwei Stunden sind wir dann wieder in der Zivilisation angekommen. Wenn man das so nennen darf. Jedenfalls haben wir eine Straße gefunden, die zurück nach Fallmouth führte.

Am nächsten Tag war ich dann so verrückt und habe mich freiwillig um 06:45 Uhr wecken lassen um zum Run&Dip mit den anderen zu gehen. Es hat sich gelohnt. Stellt euch vor. Ein kleiner Weg an englischen Cottages vorbei, über Wiesen, die direkt am Meer liegen und im Osten geht genau in dem Moment die Sonne auf wenn du losläufst. Habt ihr das ungefähr in eurem Kopf? Gut. Denn genauso war es. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, stellt euch jetzt eine kleine Bucht vor, in dem das Wasser wärmer als die Luft ist und die man komplett für sich hat. Jedenfalls bin ich genau so aufgewacht. Anschließend haben wir dann ausgiebig gefrühstückt um dann mit dem Dinghi noch einmal nach Fallmouth zu fahren. Denn am Montag haben auch die Wechselstuben und Reisebüros auf. Und so konnten wir diesen Vormittag nutzen um uns mit englischer Schokolade einzudecken (REECES!! ) , die wir auch wirklich gut in der kalten Biscaya gebrauchen konnten (Spoileralarm), und das absolut beste Fish&Chips überhaupt zu essen, zumindest soweit ich das beurteilen kann. Der Laden ‚Harbour Lights’ ist meine große Liebe. Und dann diese Riesenportionen. Zum Glück war ich vorher joggen gegangen. Der kurze Stopp zum Benzin tanken, endete für mich in einer High Tech Dusche mit Touch, die vor allem nicht geschaukelt hat. Und ich freue mich jetzt schon darauf in einem halben Jahr wieder in diesen Hafen einzulaufen bevor wir endgültig nach Hause segeln.

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