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How to Survive Esperanza Verde – Überlebensregeln für den Regenwald

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Viele Tage sind vergangen seit meinem letzten Blogpost. So etwas passiert wohl, wenn man im Urwald verloren geht. Verloren nicht in dem Sinne, dass man sich verlaufen hat und nun ums Überleben kämpft (auch wenn ich schon das eine oder andere Mal orientierungslos durch die Gegend geirrt bin), sondern die Zeit ist schlechtweg verloren gegangen. Vielleicht könnte man auch eher sagen, dass ich etwas mich nicht gemeldet habe, weil ich etwas wunderschönes hier gefunden habe. Nämlich das Leben an einem Ort wie diesem.

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Aller Anfang ist schwer

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Ich möchte nicht lügen und auch nichts verschweigen. Das Leben im Regenwald ist hart. Und es hat definitiv seine Höhen und Tiefen. Manchmal gibt es Tage, an denen ich es kaum erwarten kann endlich wieder in mein Bett zu gelangen (in den Schutz meines Moskitonetzes), um nachzugucken wie viele Tage es noch sind. Wie viele Tage ich noch durchhalten muss. Nur zur Information: Heute sind es noch 39.

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Ein Lebenszeichen …

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Nachdem meine Berichterstattung letztes Jahr abrupt abgebrochen hatte, während ich in Südafrika war, bin ich nun endlich wieder online. Dabei ist der Zugang zum Internet gerade komplizierter denn je. Dieses Mal berichte ich nämlich mitten aus dem peruanischen Regenwald. Um diesen Beitrag nun also zu schreiben, musste ich heute morgen zunächst laut „Caña!“ rufen und winken, um auf die andere Seite des Flusses mit einem Kanu übergesetzt zu werden. Dann bin ich in einen Pick-Up gestiegen (dieses Mal zum Glück nicht auf die Ladefläche), um die Schotterpiste nach Curimana zurückzulegen. Und nachdem wir drei mal fast im Schlamm stecken geblieben sind und den peruanischen Bauarbeiter mit seinem Holz irgendwo im Wald abgesetzt haben, musste ich noch mit einer Autofähre den Fluss ein weiteres Mal überqueren. Wobei Fähre vielleicht nicht das richtige Wort ist. Konstruiert ist das ganze nämlich aus zwei Kanus, die durch eine Plattform verbunden wird, auf der dann der Pick-Up parkt. Und jetzt sitze ich also hier. In einem heruntergekommenen Laden und Internetcafé und habe endlich Empfang. Zumindest solange es nicht regnet, was jeden Moment geschehen könnte. Doch bis jetzt kann ich euch berichten.

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Blondies on Tour: Day 6 – Addo Elephant Park

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Stellt euch vor ihr würdet morgens um sechs Uhr aufstehen, um euch ins Auto zu setzen. Und den ganzen Tag – bis neun Uhr abends – bleibt ihr auch in einem Auto sitzen. Mit Ausnahme von zwei kurzen Essenspausen fahrt ihr also stundenlang durch die Gegend. Klingt nicht besonders aufregend oder? Und trotzdem haben wir genau das gemacht. Freiwillig sogar. Und dafür bezahlt haben wir auch noch. Denn an diesem Tag stand eines auf dem Programm: Safari! Und nicht nur irgendeine. Wir hatten ganz tief in unsere spärlichen Volunteer-Portemonnaies geschaut, um uns die Schotia Tooth&Claw Safari zu gönnen. In diesem privaten Game Reserve konnte man nämlich vor allem eines sehen: Löwen.

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Blondies on Tour: Day 4 – Baviaans Kloof Berge

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Ein Nachtrag. Anders kann ich wohl auch kaum über diesen Tag berichten als nachträglich. Denn am Montag ist mein Handy von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ausgeschaltet geblieben. Das hatte einen ganz simplen Grund. In der Lodge mitten in der Einöde gab es zwar mehr oder weniger funktionierendes WLAN – meistens eher weniger funktionierend – aber dafür keine Steckdosen. Und wenn wir am nächsten Tag den Weg wieder aus diesem Reservat durch die Einsamkeit der Karoo Wüste finden wollten, bräuchte zumindest einer von uns ein Nawi, also Akku. Also fastete ich an diesem Tag Handy. Doch was aus bloßer Notwendigkeit begann, entpuppte sich zu einer echt wundervollen Erfahrung. Tatsächlich war die Folge nämlich nicht nur ein Tag ohne soziale Medien, sondern vor allem auch ein Tag ohne eine Uhr. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gab es also sozusagen keine Zeit für mich. Solange die Sonne schien, tat ich einfach das, was ich eben tat. Ob es nun Mittag oder Nachmittag war, interessierte einfach nicht.

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Blondies on Tour: Day 3 – Oudtshoorn/Baviaans Kloof

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Komplett müde und ausgelaugt liege ich nun auf meinem Bett, um mit letzter Kraft den heutigen Blogpost zu verfassen. Vielleicht schreibe ich auch gerade an diesem Beitrag, um noch ein bisschen länger auf dem Bett kuscheln zu können, den Weg bis zur Dusche noch ein wenig vor mir herzuschieben.

Ein laaanger Weg. Damit könnte man eigentlich den gesamten Tag zusammenfassen. Denn heute wurden wir tatsächlich zu richtigen Abenteurern – zumindest fühlten wir uns so – als wir uns auf den Weg von Oudtshoorn bis in die Baviaans Kloof Berge machten. Zugegeben diese liegen eigentlich nur 160 Kilometer entfernt. Dennoch brauchten wir über drei Stunden, um diese Strecke schlussendlich hinter uns zu bringen. Und das lag dieses Mal tatsächlich nicht einmal an meinen Fahrkünsten. Schuld war viel mehr die Schotterpiste, welche sich zwischen den roten Bergen und Schluchten hindurch schlängelte. Die einzige Zufahrt zu unserer nächsten Unterkunft.

Doch bevor ich es nun in der Aufregung über diesen Ritt und unsere Begegnungen am Wegesrand vergesse, beginnen wir einmal am Anfang dieses ereignisreichen Tages. Wir saßen nämlich tatsächlich nicht den ganzen Tag im Auto (auch wenn es sich so angefühlt hat). Nein. Heute war eben auch der Tag, an dem wir die berühmten Cango Caves besichtigten. Dank Annes Empfehlung und einem Discount-Voucher unserer Unterkunft entschieden wir uns nicht nur für die Adventure-Tour, sondern bekamen diese sogar vergünstigt. Zum Glück hatte Becci ihre praktischen Abenteurer-Hosen an (mit Reisverschlüssen an den Hosentaschen!), Noa sich gegen den Wollschal und für die Go-Pro entschieden und ich war ebenfalls so bereit wie man es eben sein kann, um durch enge Gänge und Tunnel zu schliddern, zu krabbeln und zu kriechen. Nachdem wir nämlich die enormen Grotten mit den wunderschönen Gesteinsformationen hinter uns gelassen hatten und 1,2 Kilometer von der rettenden Erdoberfläche entfernt waren wurde es wirklich ein bisschen kuschelig.

Wie genau man diese Formation jetzt nennt, weiß ich jetzt auch nicht (ein bisschen von allem ist es wohl)

Das Highlight der Tour war wohl, als wir durch einen kleinen Spalt in der Wand auf allen vieren Robben mussten und anschließend auf dem Bauch einen kleinen Abhang hinunter rutschen mussten. Mehr oder weniger elegant mit dem Kopf voran. Ich fühlte mich wie eine Meerjungfrau, doch als ich mir die hilflosen Versuche der anderen beiden danach anguckte (und natürlich mit der Kamera dokumentierte) wurde mir bewusst, dass die Ähnlichkeit zu einem Walross wohl größer gewesen sein musste. Wobei das wohl nicht durch einen 27 cm großen Spalt gepasst hätte.

Frisch gebackene Höhlenforscher und Überlebende der Adventure Tour

Nach diesem kleinen Ausflug jedenfalls machten wir uns auf den Weg zu unserer neuen Unterkunft. Eine Lodge gelegen mitten in einem Naturreservat. So romantisch das auch klingt, so beängstigend war der Weg dorthin auch. Vermutlich lag es daran, dass wir die letzten 50 Kilometer nicht etwa auf einer asphaltierten Straße zurück legten. Nein die Straße wollte unsere gute Polly ein wenig fordern. Hier und da ein paar Schlaglöcher, ab und zu eine kleiner Bach, den es zu überqueren galt und zu guter ein bisschen Waschbrett als Oberfläche. So kam es auch, dass der wohl häufigste Satz, den wir an diesem Tag hören würden, das ständige Nachfragen von Noa war: „Sind wir auch Unterboden versichert?“ So genau wussten wir das natürlich auch nicht, ob das in unsere Vollversicherung nun gerade mit inbegriffen war. Aber wirklich genutzt hätte es auch nichts, denn selbst wenn wir umgedreht wären, hätten wir die Schlaglöcher und Steine ein zweites Mal überfahren müssen. Abgesehen davon, dass wir dann nicht wussten, wo wir schlafen sollten. Also wurde einfach blind und orientierungslos der Straße gefolgt. Tatsächliche war nämlich der zweithäufigste Satz des Tages das sich wiederholende Echo von Polly „No GPS Signal“. Doch glücklicher Weise führen nicht nur alle Wege nach Rom, sondern anscheinend auch nur ein einziger in die Duiwekloof Lodge, weshalb wir schlussendlich doch ankamen.

Und was soll ich sagen? DER WEG HAT SICH GELOHNT. Gelegen in einer Schlucht, die auch der Schauplatz eines Winnetou-Films hätte sein können. Ein Pool aus Bergwasser. Und ein super süßer Husky, den wir spontan Schnuffi tauchten (wir wussten nicht, ob Hündin oder Rüde und brauchten etwas universales). Nur das mit dem Strom war schon wieder kritisch. Es gab zwar welchen, aber irgendwie hatten die Steckdosen einen wieder anderen Anschluss als das restliche Südafrika. Unsere Adapter passten also nicht. Was ich jetzt also gerade geschrieben habe, steht also momentan noch auf einem Blatt Papier. Richtig old school. Das werde ich dann später noch abtippen müssen, um es posten zu können.

Und in jedem Moment könnte sich ein Cowboy hinter dem Busch heraus rollen